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Mit Sam Jones und Bobby Durham hat sich auf dem dritten MPS-Album in Folge Petersons neue, feste Dreierbesetzung herauskristallisiert. „Das beste Trio, das ich je hatte“, äußerte der Kanadier und schwärmte von dem unmittelbar sich einstellenden Gefühl der Zusammengehörigkeit. Passend ist dieses Vol. 3 denn auch als The Way I Really Play betitelt. In den vorliegenden Aufnahmen ist ohne Zweifel durchhörbar, dass Jones und Durham als ideale Projektionsfläche für Petersons Pianospiel dienend zurücktreten, aber trotzdem auch mit Solomomenten hervorstoßen. Im Opener Waltzing Is Hip nimmt der raffinierte Wechsel zwischen 3/4- und 4/4-Takt gefangen, ebenso das überschäumende Schlagzeug-Solo. Peterson glänzt mit einer regelrechten Neuerfindung von Duke Ellingtons Satin Doll, nachdenklich und harmonisch reich. Mit Sandy’s Blues tut sich der Protagonist als Autor hervor, und er widmet diesen famos ausgeschmücktem Blues seiner Ehefrau. Ebenfalls aus seiner Feder stammt Noreen’s Nocturne – weit davon entfernt eine nächtliche Serenade zu sein, heizt das Trio durch überschwängliche fünf Minuten. Mit dem durch Miles Davis bekannt gewordenen Alice In Wonderland stellt Peterson seine Swing-Kunst unter Beweis. Und als dramaturgisches Meisterstück muss schließlich Gershwins Love Is Here To Stay gelten, das sich mit einem grandiosen Spannungsbogen von freier Lyrik zu zupackender Laune entwickelt.